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Pressemitteilung

„Die Debatte um Wissenstransfer in Deutschland muss sich fortentwickeln“

Ihr Kontakt: Anja Mutschler

presse@20blue.de

Veröffentlicht: 18.02.2015

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 06.09.2023

Dr. Christophe Fricker, Inhaber des Wissensdienstleisters Nimirum, fordert differenzierte Debatte um Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Nimirum, 18.2.2015. Die Debatte um die „Verflechtung“ von Wissenschaft und Wirtschaft darf nach Meinung des Wissensdienstleisters Nimirum nicht dazu führen, Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen unter den Generalverdacht der Unredlichkeit zu stellen. Die von Transparency International mitgetragene Webseite hochschulwatch.de veröffentlichte gestern Informationen zu über 10.000 als kritisch eingestuften Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Nimirum arbeitet seit 2010 daran, Kooperationsprojekte in Gang zu bringen und zu moderieren.

„Wissenschaftler und Unternehmer können beide gewinnen, wenn sie zusammenarbeiten“, stellt Nimirum-Inhaber Dr. Christophe Fricker fest. Der Begriff „Verflechtung“ werde den vielfältigen Formen der Zusammenarbeit nicht ausreichend gerecht. „Besonders Geistes- und Sozialwissenschaftler sagen, dass Kooperationen sie in ihrer Forschung vorangebracht haben. Und Unternehmer schätzen gerade die unabhängige Expertise, die sie in hierarchischen Betrieben oft nicht erhalten.“

Der in Großbritannien ansässige promovierte Germanist und Mitgründer von Nimirum macht sich seit Jahren stark für eine vermittelnde, lösungsorientierte und auf die Stärken aller Beteiligten aufbauende Kooperation zwischen Wissenschaftlern und Unternehmern. „Hier müssen wir über  Prozesse und Strukturen sprechen, aber erst einmal auch über Wertschätzung. Feindbilder und immer neue Abgrenzungen führen in die Isolation“, so Fricker weiter.

Fricker erarbeitet mit dem britischen Kooperationsexperten Timothy J. Senior Grundlagen einer „Humanities Economy“, die die Zeitschrift Common Knowledge im März vorstellen wird.

In Großbritannien gehöre die Zusammenarbeit von Universitäten mit anderen gesellschaftlichen Akteuren seit fünf Jahren für jedes Institut zum Pflichtprogramm. Die Debatte um wissenschaftlichen „Impact“ werde dort offener geführt als in Deutschland. Als besonders wichtig sieht Fricker dabei den Begriff der Wertschätzung, denn „er setzt sich kritisch mit der Annahme auseinander, dass jede Art von Gespräch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft dubios und jede Zusammenarbeit eine unzulässige Vereinnahmung von Wissenschaft bedeutet“. Dies sei irreführend. Untersuchungen in Großbritannien hätten ergeben, dass unabhängig moderierte Kooperationen gerade auch fachlich und gesellschaftlich herausragende Ergebnisse lieferten. 

„Die Debatte um Wissenstransfer und Kooperationen in Deutschland muss sich fortentwickeln“, fordert Fricker, der mit seiner Kollegin Anja Mutschler im Tagesgeschäft auf verschiedenen Ebenen Wissenstransfer-Projekte durchführt.

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